5 Dinge, die ich auf der Weltreise gelernt habe…

Im April 2018 habe ich meine beste Freundin geheiratet und wir dachten uns: “Zwei Wochen Honeymoon kann ja jeder - wir machen eine einjährige Hochzeitsreise bevor es mit Train2Help und der Familienplanung richtig los geht. Wenn nicht jetzt, wann dann?” Und so habe ich im Juli 2017 meine letzten Kunden betreut, mein Gym leergeräumt und die Koffer gepackt. Mitte August ging das Abenteuer dann los und wir saßen im Flieger nach Bali.

Rückblickend war unsere Reise um die Welt ein echtes Erlebnis, bei dem ich sehr viel über mich selbst, andere Kulturen, Menschen und Lebensweisen gelernt habe. Vieles davon hat meine Persönlichkeit, meine Denkweise und meine Weltanschauung für immer verändert. In diesem Blogbeitrag teile ich einige dieser Erkenntnisse mit dir.

1. Artgerechte Ernährung: Indonesien vs. Kuala Lumpur

Wir starteten unsere Weltreise in Indonesien: Vier Inseln in vier Wochen und am Ende eine Regenwald Expedition mit freilebenden Orang-Utans auf der Insel Sumatra. Wir waren fasziniert von der Tier- und Pflanzenwelt, der Natur und der Gastfreundschaft der Inselbewohner. Aber auch das Essen war lecker: Es gab ausschließlich Gerichte aus regionalen und saisonalen Zutaten. Zu dieser Zeit gab es jede Menge Bananen, Ananas und Kokosnüsse - andere Früchte? - Fehlanzeige. Auch für das Nationalgericht “Nasi Goreng” wurden nur einheimischer Reis und saisonales Gemüse verwendet - importierte Ware? - Fehlanzeige.

Nach vier Wochen kulinarischer Leckereien hieß es “Raus aus dem Regenwald, rein in die Zivilisation”. Nach einem nur 30-minütigen Flug landeten wir in Kuala Lumpur, Malaysia und waren überrascht, wie westlich geprägt diese Stadt ist. Was uns sofort auffiel war, dass viele Einheimischen hier übergewichtig sind. Ein Blick auf die Speisekarten der Restaurants zeigte: regionale, saisonale Kost? - Fehlanzeige. Statt Reisgerichten gab es Junkfood wie Pizza, Pasta, Burger & Co.

Lektion 1: Ernähre dich artgerecht und deiner Genetik entsprechend. Eine Ernährung basierend auf regional und saisonal verfügbaren Lebensmitteln trägt enorm dazu bei, gesund, fit und schlank zu bleiben.

Artgerechte Ernährung macht in Ubud auf Bali besonders viel Spaß

2. Mein Freund Parkinson und ich: “Produktivität am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen”

Nach wenigen Monaten fing es an: Ich wurde unruhig. Das Reisen machte Spaß, aber es erfüllte mich nicht komplett. Ich musste mental aktiver werden, doch gefühlt blieb bei all den Roadtrips, Sightseeingtouren und Reiseplanungen gar keine Zeit für kreatives Arbeiten. Anfang des Jahres packte mich dann die Arbeitswut und ich begann täglich von 4:30 - 7 Uhr morgens an Train2Help zu arbeiten, neue Ideen zu schmieden und das Konzept zu verbessern. Ich habe mir einfach ein Zeitfenster dafür geschaffen, denn es war mir wichtig genug.
Das Parkinson'sche Gesetz besagt: "Arbeit lässt sich wie Gummi dehnen, um die Zeit auszufüllen, die für sie zur Verfügung steht."

Mir morgens ein zeitliches Limit von ca. zwei Stunden nach dem Parkinson'schen Gesetz zu setzen, gewährleistete, dass ich in sehr kurzer Zeit sehr produktiv und effektiv meine Ideen umsetzen konnte - Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat.
Ein weiterer Vorteil der frühen Stunden: Ich habe viele grandiose Sonnenaufgänge an schönen Orten dieser Welt erlebt.

Lektion 2: Nimm dir Zeit für die Dinge, die dir wichtig sind und die dich erfüllen. Jedem Menschen stehen täglich 24 Stunden zur Verfügung - wie nutzt du deine Zeit?

Sonnenaufgang auf der Südinsel Neuseelands

3. Weniger Konsum, mehr ICH

Nach der Rückkehr von unserer Weltreise stand ich vor dem Kleiderschrank und war aufgrund der Auswahl an Kleidungsstücken total überfordert, ein T-Shirt mit einer kurzen Hose zu kombinieren. Ich kam neun Monate lang problemlos mit dem Inhalt eines 12 kg schweren Reisetrolleys aus. Da war die Hosenauswahl sehr übersichtlich: Lange Hose, kurze Hose oder Badehose?

Auf unserer Reise durch Indonesien und Nepal wurde mir sehr schnell bewusst in welch einer konsumgeilen Welt wir in Deutschland leben. Dort sind die Menschen sehr glücklich und zufrieden, obwohl (oder weil?) sie nur sehr wenige materielle Dinge besitzen, und wir arbeiten, um uns die teuere Uhr oder die fünfzehnte Handtasche leisten zu können. Verrückt, oder? Noch verrückter scheint, dass wir gleichzeitig aber nicht bereit sind, in unsere Gesundheit zu investieren. Für den Weber-Grill reicht das Geld, aber das Stück Bio-Rindfleisch ist uns zu teuer.

Lektion 3: Du entscheidest wofür du dein Geld ausgibst. Investiere es in dich – ein gutes Essen mit einem Freund, Gedächtniskapital in Form von Urlaub oder ein Buch zur Persönlichkeitsentwicklung - es ist langfristig die beste Investition.

Mein Freund Coconut Gusti besitzt nicht viel, aber hat das Glück gepachtet

4. Mind before Body - Mindset ist alles

Den einzigartigen Vulkan “Mount Ijen” auf der indonesischen Insel Java ließen wir uns nicht entgehen. Diese Schwefelmine ist der einzige Ort auf dieser Welt, an dem man natürliches blaues Feuer sehen kann. Im Inneren des Vulkans wird brockenweise Schwefel abgetragen, der von Arbeitern in Körben geschultert wird. 80 - 120kg wiegt so ein Korb der von 50-60kg schweren Arbeitern die Kraterwand bergauf und bergab getragen wird. Die Leistung ist schier unmenschlich. Geht nicht, gibts hier nicht und Aufgeben ist keine Option.

Lektion 4: Unser Guide Ribud und seine Kollegen aus der Schwefelmine haben mir wieder gezeigt, dass der menschliche Körper Unfassbares leisten kann... wenn der Kopf mitspielt.

Schwefelmine Kumpel mit ca. 80-120kg auf einer Schulter

5. Unterschätze nie einen Menschen, der einen Schritt zurück macht. Er könnte Anlauf nehmen.

Als ich letztes Jahr meinen Kunden verkündete, dass ich Train2Help für ein Jahr schließe und auf Weltreise gehen werde, erlebte ich zwei unterschiedliche Reaktionen:

1. “Oh, wow. Geile Sache. Viel Spaß euch!”
2. “Hast du keine Angst, dass dein Geschäft danach nicht mehr laufen wird?”

Meine Antwort: “Qualität wird sich immer durchsetzen.”

Die Weltreise hat mir ermöglicht mich persönlich weiterzuentwickeln, größer zu denken und Train2Help auf ein neues Niveau zu heben, wie es mir in solch kurzer Zeit im Alltagsgeschäft nie möglich gewesen wäre. Auf der Weltreise befand ich mich in einem anderen klimatischen sowie sozialen Umfeld, was mir Raum für Kreativität gab.

Lektion 5: Wenn du große Veränderungen anstrebst, gelingt dir dies am besten, wenn du dein Umfeld änderst.

Captain Reda arbeitet seit Januar täglich am neuen Train2Help-Konzept. Hier in der Action-Hauptstadt Neuseelands: Queenstown

 

Meinen Kunden, die auf mich gewartet haben, danke ich mit diesem Beitrag. Ihr seid die Besten!

Lass uns durchstarten!
Captain Reda

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